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GLOBAL G.A.P.

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
GLOBAL G.A.P.

Über GLOBAL G.A.P.

GLOBALG.A.P. ist eine Unternehmensinitiative, die freiwillige Standards für die weltweite Zertifizierung von landwirtschaftlichen Produkten setzt. Das GLOBALG.A.P.-Zertifikat, auch bekannt als der Standard für die kontrollierte landwirtschaftliche Unternehmensführung (Integrated Farm Assurance, IFA), beinhaltet insgesamt 16 Standards. Es deckt alle Formen der landwirtschaftlichen Produktion, Aquakultur und der Nutztiere ab. Zusätzlich zu IFA bietet die GLOBALG.A.P. ein Zusatzmodul zur Risikoanalyse für soziale Belange von Arbeiter*innen (GRASP) an. Aktuell sind mehr als 200.000 Produzent*innen in 135 Ländern unter GLOBALG.A.P. zertifiziert.

Internetseite: https://globalgap.org

Kategorie: Lebensmittel

Bewertung von GLOBAL G.A.P.

GLOBALG.A.P bietet Standards für sämtliche Formen der landwirtschaftlichen Produktion. Die sozialen und ökologischen Kriterien sind unzureichend. Existenzsichernde Löhne/Einkommen und Mindestpreise werden nicht gefordert, lokale Akteur*innen nicht hinreichend einbezogen und GVOs dürfen verwendet werden. Insbesondere die Zertifizierungsdatenbank mit Informationen zu allen Produzierenden und Mitgliedern ist positiv hervorzuheben. Allerdings werden Interessengruppen wie Gewerkschaften und NROs bislang nicht gleichberechtigt in Entscheidungsprozesse einbezogen, sodass die Glaubwürdigkeit nicht überzeugt.

Soziales

Soziales
  • Es gibt Schulungen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz.
  • Es werden keine verantwortungsvollen Einkaufspraktiken, keine Mindestpreise, Preisprämien oder Preisgarantien gefordert.

Ökologie

Ökologie
  • Der Standard empfiehlt den Schutz bestehender natürlicher Ökosysteme, ihre nachhaltige Nutzung und Maßnahmen zu deren Revitalisierung.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien und eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen.
  • Der Standard fordert keine Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen klimarelevanter Treibhausgase.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes, die auf ökologischen Prinzipien basieren und den Einsatz physischer, mechanischer und biologischer Schädlingsbekämpfung gegenüber dem Einsatz von Pestiziden priorisieren.
  • Die Verwendung hochgefährlicher Pestizide ist ohne Einschränkungen erlaubt.
  • Der Standard legt keine Einschränkungen für die Verwendung von GVOs fest.

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Vertrauliche Interviews mit Arbeiter*innen und Konsultationen mit Interessenvertreter*innen sind kein verpflichtender Bestandteil im Prüfprozess.
  • Die gesamte Wertschöpfungskette des Endprodukts ist rückverfolgbar vom Anbau, über die Orte der Verarbeitung bis hin zum Verkauf.
Farbschema: