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Biokreis

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Biokreis

Über Biokreis

Der Biokreis ist ein ökologischer Verband, der sich seit 1979 für bäuerliche Landwirtschaft in der Region einsetzt. Er ist ein bundesweit organisierter, gemeinnütziger Verein. Der Biokreis ist Inhaber der Markenzeichen „Biokreis” und „regional & fair”. Der Verein zertifiziert die landwirtschaftliche Erzeugung, die Verarbeitung sowie den Handel von ökologischen Erzeugnissen; darüber hinaus Gastronomien und Hotels. Dem Biokreis gehören außerdem zahlreiche Bio-Imkereien an. Gemeinsam arbeiten alle Mitglieder des Vereins an der Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Deutschland.

Kategorie: Lebensmittel

Bewertung von Biokreis

Die ökologischen Richtlinien gehen über die EG-Ökoverordnung (EU-Bio) hinaus. Die zertifizierten Betriebe befinden sich vorwiegend in Deutschland. Die Sozialstandards und Glaubwürdigkeit erfüllen nur Mindeststandards. Es mangelt an Rückverfolgbarkeit und Transparenz für die Konsument*innen. Positiv hervorzuheben sind die basisdemokratische Verbandsstruktur, die Beratungen für die Umsetzung, das Risikomanagement sowie bei dem Zusatzstandard „regional & fair” die Fokussierung auf längere Lieferverträge und feste Preisvereinbarungen. Eine eindeutige Auslobung des Biokreis-Standards auf Lieferscheinen/Rechnungen ist vorgeschrieben. Somit lassen sich die Herkunft und der Zertifizierungsstatus der Rohwaren nachvollziehen. Verarbeitende Betriebe sind angehalten, ihre Einkäufe und Verkäufe zu Prüfungszwecken offenzulegen.

Soziales

Soziales
  • Lokale Akteur*innen wie Gewerkschaften werden in das Beschwerdemanagement eingebunden.
  • Es gibt Schulungen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz.
  • Verantwortungsvolle Einkaufspraktiken sind empfohlen, aber es gibt nur einzelne Maßnahmen zur Förderung der Implementierung.
  • Der Standard befasst sich mit der Frage des lokalen Wissens und dessen Förderung. Kenntnisse zu Agroforstsystemen, zu Anbauverfahren wie regenerative Landwirtschaft und Permakultur werden berücksichtigt.
  • Der Standard enthält Kriterien für die Diversifizierung der landwirtschaftlichen Praktiken, Vorfinanzierung, Prämien, Marktzugang und lokale Handelspraktiken für Kleinproduzent*innen und fördert die Umsetzung.

Ökologie

Ökologie
  • Der Standard fordert den Schutz bestehender natürlicher Ökosysteme, ihre nachhaltige Nutzung sowie Maßnahmen zu deren Revitalisierung.
  • Der Standard fordert keine Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen.
  • Der Standard fordert keine Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen klimarelevanter Treibhausgase.
  • Der Standard fordert Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes, die auf ökologischen Prinzipien basieren und den Einsatz physikalischer, mechanischer und biologischer Schädlingsbekämpfung gegenüber dem Einsatz von Pestiziden priorisieren.
  • Der Standard fordert das Verbot von Pestiziden, die auf der Internationalen Liste der hochgefährlichen Pestizide von PAN aufgeführt sind.
  • Der Standard schreibt vor, dass GVOs nicht angebaut, verarbeitet oder als Tierfutter verwendet werden dürfen.

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard wird in einem öffentlichen Konsultationsverfahren unter Einbeziehung von unterschiedlichen Interessengruppen geregelt, aktualisiert und weiterentwickelt.
  • Zertifizierungs-/Prüfberichte sind auf Anfrage erhältlich.
  • Es gibt finanzielle Unterstützung und Beratung für die Umsetzung der Richtlinien.
  • Unternehmen müssen eine menschenrechtlichen Sorgfaltprüfung (Due Diligence) und systematische Risikobewertungen in ihrer Lieferkette durchführen.
  • Audits werden von einer unabhängigen, vom System akkreditierten Stelle durchgeführt.
  • Es gibt eine Rückverfolgung, aber nur für einzelne Stufen in der Lieferkette.
Farbschema: