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Lebensmittel Bekleidung

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Alnatura

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Alnatura

Über Alnatura

Das Unternehmen wurde 1984 in Fulda gegründet und heißt seit 1985 Alnatura. Aktuell hat die Alnatura Produktions- und Handels GmbH ihren Sitz in Darmstadt, sie verkauft unter der Marke Alnatura Bio-Lebensmittel. Diese können sowohl in Alnatura-Biosupermärkten als auch in Drogerie- und Einzelhandelsketten gekauft werden, seit 2015 auch bei Edeka. Mittlerweile gibt es über 1.300 Alnatura-Produkte, die von rund 140 verschiedenen Herstellerpartnern produziert werden. Alnatura produziert nur ökologische Lebensmittel.

Kategorie: Lebensmittel

Labeltyp: Eigenmarken

Bewertung von Alnatura

Die ökologischen Kriterien stehen bei Alnatura im Zentrum und erfüllen mindestens den EU-Bio-Standard, gehen teilweise aber auch darüber hinaus. Außer der Biozertifizierung werden keine weiteren verbindlichen agrarökologischen Vorgaben für die Akteur*innen der Lieferketten der Alnatura-Produkte gemacht. Die Sozialstandards entsprechen den unzureichenden Anforderungen von amfori BSCI. Es gibt nicht genügend Instrumente zur Zahlung eines existenzsichernden Lohns und zur Förderung von Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivverhandlungen. Da das Unternehmen nicht in eine unabhängige Verifizierung durch eine Multi-Stakeholder-Initiative involviert ist und Prüfberichte nicht erhältlich sind, ist die Glaubwürdigkeit nur als mittelmäßig zu bewerten. Der Nachhaltigkeitsbericht wurde in Anlehnung an die GRI-Leitlinien erstellt. Die Produktkennzeichnung beinhaltet Auskunft über die letzte Erzeuger*in, Verarbeiter*in oder Händler*in und über die Codenummer der zuständigen Öko-Kontrollstelle.

Soziales

Soziales
  • Die Zahlung eines existenzsichernden Lohnes/Einkommen wird nicht aktiv gefördert.
  • Die Richtlinien gelten für die Beschäftigung von Saisonarbeiter*innen und für Angestellte über Subunternehmen.
  • Lokale Akteur*innen wie Gewerkschaften werden nur unzureichend in das Beschwerdemanagement eingebunden.
  • Es gibt Schulungen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz.
  • Es werden keine verantwortungsvollen Einkaufspraktiken, keine Mindestpreise, Preisprämien oder Preisgarantien gefordert.

Ökologie

Ökologie
  • Der Standard fordert ein Verbot von Chemikalien gemäß der Detoxverpflichtung auf verschiedenen Stufen der Lieferkette.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise die nachhaltige Nutzung von Wasser.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise die nachhaltige Nutzung von Energie. So gibt es z.B. keine Kontrollen, Aufzeichnungen, Ziele und Indikatoren zur Minimierung des Energieverbrauchs.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Tiergerechtheit.
  • Der Standard schreibt vor, dass GVOs nicht in der Lieferkette angebaut, verarbeitet oder als Tierfutter verwendet werden dürfen.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen zur Reduzierung und Kompensation von Emissionen klimarelevanter Treibhausgase entlang der Lieferkette.

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Die Audits werden von einer unabhängigen, vom System akkreditierten Stelle durchgeführt und basieren auch auf Risikobewertungen.
  • Vertrauliche Interviews mit Arbeiter*innen und Konsultationen mit Interessenvertreter*innen sind ein Bestandteil im Prüfprozess.
  • Die gesamte Wertschöpfungskette des Endprodukts ist rückverfolgbar vom Anbau, über die Orte der Verarbeitung bis hin zum Verkauf.
Farbschema: