Labelchecker

Rossmann

Zurück
Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2024/20225):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Rossmann

Über Rossmann

1972 eröffnete Dirk Roßmann den ersten Drogeriemarkt mit Selbstbedienung in Deutschland. Das Unternehmen wuchs durch systematische Expansion und Zukäufe zunächst im Norden Deutschlands, nach der Wiedervereinigung auch im Süden und Westen. Seit 1999 ist das Unternehmen im Versandhandel über das Internet aktiv und eröffnete als erstes Unternehmen der Branche eine „Internet-Drogerie“. Heute gehört die Dirk Rossmann GmbH mit 65.500 Beschäftigten und knapp 5.000 Filialen zu den größten Drogeriemarktketten in Europa. Sie gehört weiterhin mehrheitlich der Familie Roßmann. Das Rossmann-Drogeriesortiment umfasst rund 23.000 Artikel, darunter 28 Eigenmarken mit 5.000 Produkten. Im Jahr 2024 erzielte die Rossmann-Gruppe in Deutschland, Europa und online einen Umsatz von 15,3 Milliarden Euro.

Kategorie: Unternehmen

Labeltyp:

Bewertung von Rossmann

Rossmann integriert erste Ansätze einer Just-Transition-Strategie in einzelnen Klimaschutz- und Lieferkettenmaßnahmen. Dennoch bleiben die sozialen Anforderungen im Verhaltenskodex insgesamt wenig ambitioniert und mangelhaft. Im ökologischen Bereich verfolgt das Unternehmen nachvollziehbare Ansätze zur Verringerung von Umweltbelastungen.

Soziales

Unternehmen Soziales
  • Das Unternehmen beschreibt konkrete Maßnahmen gegen moderne Sklaverei, verweist auf ILO 29 & 105 oder geltende Gesetze, führt Risikoanalysen durch und nennt Indikatoren. Die Wirksamkeit wird jedoch nicht regelmäßig ausgewertet oder veröffentlicht.
  • Das Unternehmen bekennt sich zu Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivverhandlungen. Es gibt einzelne Maßnahmen, Angaben zu Audits oder Verstößen bleiben unvollständig.
  • Das Unternehmen verweist lediglich auf die Einhaltung gesetzlicher Mindestlöhne, macht jedoch keine Angaben zu existenzsichernden Löhnen/ Einkommen, Berechnungsmethoden, Maßnahmen oder Monitoringinstrumenten in der Lieferkette.
  • Das Unternehmen nennt erste Maßnahmen zur Sicherstellung fairer Preise – etwa durch Fairen Handel regionale Beschaffung oder direkte Partnerschaften. Preisstabilität wird angestrebt, jedoch ohne klar dokumentierte Methoden zur Kalkulation.
  • Das Unternehmen nennt einzelne Maßnahmen zu Arbeitsrechten und sozialen Anforderungen sowie Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung im Kontext klimafreundlicher Transformationen. Eine umfassende Strategie fehlt oder ist nicht dokumentiert.

Ökologie

Unternehmen Ökologie
  • Das Unternehmen fördert Gentechnikfreiheit in Teilen der Lieferkette (z.B. bei pflanzlichen Lebensmitteln), verbietet jedoch nicht systematisch den Einsatz von GVO. Es bestehen freiwillige Ansätze, aber keine verbindlichen Regelungen.
  • Das Unternehmen empfiehlt die Diversifizierung des Anbaus oder den Einsatz lokaler/traditioneller Praktiken, hat jedoch keine verbindlichen Anforderungen oder systematisch umgesetzten Maßnahmen.
  • Das Unternehmen verfolgt eine klare Strategie für wassersparende Nutzung entlang der Lieferkette, dokumentiert den Verbrauch, definiert messbare Ziele und überwacht die Umsetzung über geeignete Indikatoren und Monitoring-Systeme.
  • Das Unternehmen erkennt den Wert natürlicher Kohlenstoffsenken an und beteiligt sich an einzelnen Projekten (z.B. Wiederaufforstung), jedoch ohne strategischen Rahmen oder regelmäßige Umsetzung.
  • Es bestehen erste Programme zur Abfallvermeidung oder -verwertung (z.B. Recyclingquoten, Rücknahmesysteme) und teilweise Empfehlungen zur Abwasserbehandlung, aber ohne durchgängige Umsetzung oder Lieferkettenverpflichtung.
  • Das Unternehmen setzt auf eine Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien, fördert aktiv die Nutzung lokaler erneuerbarer Energiequellen und verlangt eine systematische Risikobewertung der Energie- und Ressourcenabhängigkeit.
  • Das Unternehmen nennt zwar den Ausschluss bestimmter gefährlicher Substanzen, beruft sich aber auch auf Drittsiegel, ohne dabei explizit auf internationale Verbotslisten (z.B. PAN, SIN) oder formelle Selbstverpflichtungen Bezug zu nehmen.

Glaub­würdigkeit

Unternehmen Glaubwürdigkeit
  • Das Unternehmern nennt Basisdaten zur Belegschaft, legt aber zentrale Struktur- und Geschäftskennzahlen nicht offen.
  • Das Unternehmen nennt einzelne Maßnahmen zum Umgang mit Restbeständen und Retouren (z. B. Spenden oder Weiterverwertung), jedoch ohne systematische Steuerung und ohne Transparenz über Umfang und Kriterien beim Umgang mit Lagerüberhängen und Retouren.
  • Das Unternehmen benennt Grundprinzipien und erste Maßnahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards in der Lieferkette. Es beteiligt sich an einzelnen Initiativen oder Zertifizierungen, ohne Umfang oder Wirkung konkret zu benennen.
  • Das Unternehmen verfügt über einen unabhängigen und öffentlich zugänglichen Beschwerdemechanismus gemäß LkSG. Die Verfahren zu Korrekturmaßnahmen sind dokumentiert. Betroffene erhalten zusätzlich rechtliche Beratung oder Zugangshilfen.
  • Das Unternehmen legt offen, dass einzelne Stakeholder in die Auseinandersetzung mit der Klimastrategie einbezogen oder erste Maßnahmen umgesetzt werden, jedoch ohne systematischen Ansatz oder nachweisbare Ergebnisse.
  • Das Unternehmen nutzt ein etabliertes Rückverfolgbarkeitssystem für zertifizierte Produkte, einschließlich Chain-of-Custody-Verfahren. QR-Codes oder ähnliche Mechanismen machen Herkunft und Zertifizierung für Verbraucher*innen nachvollziehbar.
  • Das Unternehmen äußert sich grundsätzlich zur sozialen Dimension des Klimawandels oder nennt erste Maßnahmen, etwa zur Qualifikation oder sozialen Verantwortung. Eine zusammenhängende, öffentlich zugängliche Strategie fehlt jedoch.
  • Das Unternehmen verfügt über dokumentierte Maßnahmen zur Absicherung gegen Produktionsausfälle durch Klimakatastrophen oder Krisen. Dazu zählen u.a. Diversifizierung, Krisenpläne, Lieferantenunterstützung oder klimabezogene Anpassungsprojekte.
Farbschema: