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Rewe und Penny (Rewe Gruppe)

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2024/20225):
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Rewe und Penny (Rewe Gruppe)

Über Rewe und Penny (Rewe Gruppe)

Die Rewe Group, gegründet 1927 mit Sitz in Köln, gehört zu den größten Handels- und Touristikgruppen Europas. Unter dem Dach der genossenschaftlich organisierten Gruppe sind u. a. die Rewe-Supermärkte, die Discounterkette Penny, die toom-Baumärkte und DER Touristik tätig. Die Gruppe beschäftigt über 280.000 Mitarbeitende und erzielte 2023 einen Umsatz von mehr als 85 Mrd. Euro. Rewe-Märkte bieten bis zu 30.000 Produkte an; von den 5.500 Filialen sind 3.000 Vollsortiment-Märkte mit 70 bis 80 % Markenartikeln. Penny führt rund 1.500 Artikel, da von ca. 60 % Eigenmarken, in 2.200 Filialen. Seit 2010 kennzeichnen Rewe und Penny sozial und ökologisch nachhaltig produzierte Produkte mit dem „Pro Planet“-Label, das etwa 1.200 Eigenmarken tragen.

Kategorie: Unternehmen

Labeltyp:

Bewertung von Rewe und Penny (Rewe Gruppe)

Die Rewe Group engagiert sich in Brancheninitiativen wie dem Forum Nachhaltiger Kakao, RSPO, amfori BSCI und ACT. Im Bereich Ökologie und Glaubwürdigkeit schneidet das Unternehmen gut ab. Mit dem Ansatz von „Pro Planet“ ergreift Rewe Maßnahmen, um Risiken für Menschenrechte und Umwelt im Bereich konventionell angebauter Lebensmittel zu minimieren. Die sozialen Kriterien sind solide: Rewe unterstützt aktiv Gleichstellung, Klimaanpassungsprogramme im Kaffeeanbau und existenzsichernde Preise sowie erste Maßnahmen, die in Richtung einer Just Transition gehen.

Soziales

Unternehmen Soziales
  • Das Unternehmen hat eine öffentlich zugängliche Strategie gegen moderne Sklaverei, orientiert sich an ILO-Konventionen 29 und 105, führt Risikoanalysen durch, setzt Präventionsmaßnahmen um und berichtet über deren Wirksamkeit transparent.
  • Das Unternehmen bekennt sich zu Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivverhandlungen. Es gibt einzelne Maßnahmen, Angaben zu Audits oder Verstößen bleiben unvollständig.
  • Das Unternehmen bekennt sich öffentlich zur Zahlung existenzsichernder Löhne/Einkommen, beteiligt sich an Pilotprojekten und berücksichtigt Arbeitskosten in der Einkaufspolitik. Maßnahmen werden dokumentiert, Fortschritte jedoch nicht veröffentlicht.
  • Das Unternehmen fördert kurze Lieferketten und langfristige Lieferbeziehungen. Teilweise werden stabile Preise garantiert und Instrumente zur Preisermittlung genutzt. Die Maßnahmen sind nicht systematisch dokumentiert oder veröffentlicht.
  • Das Unternehmen nennt einzelne Maßnahmen zu Arbeitsrechten und sozialen Anforderungen sowie Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung im Kontext klimafreundlicher Transformationen. Eine umfassende Strategie fehlt oder ist nicht dokumentiert.

Ökologie

Unternehmen Ökologie
  • Das Unternehmen fördert Gentechnikfreiheit in Teilen der Lieferkette (z.B. bei pflanzlichen Lebensmitteln), verbietet jedoch nicht systematisch den Einsatz von GVO. Es bestehen freiwillige Ansätze, aber keine verbindlichen Regelungen.
  • Das Unternehmen fördert aktiv die Diversifizierung und den Einsatz lokaler Arten und Produktionsweisen etwa durch Vorgaben, Programme oder gezielte Unterstützung in der Lieferkette. Die Umsetzung ist nachvollziehbar dokumentiert.
  • Das Unternehmen verfolgt eine klare Strategie für wassersparende Nutzung entlang der Lieferkette, dokumentiert den Verbrauch, definiert messbare Ziele und überwacht die Umsetzung über geeignete Indikatoren und Monitoring-Systeme.
  • Das Unternehmen fördert natürliche Kohlenstoffsenken vereinzelt und meist indirekt über einzelne Umwelt- oder Biodiversitätsprojekte (z.B. Wald-, Moor- oder Bodenschutz), ohne dass diese Maßnahmen gezielt auf Kohlenstoffbindung ausgerichtet oder systematisch verankert sind.
  • Das Unternehmen verknüpft Verbesserungen im Umweltmanagement systematisch mit konkreten Anreizen für Lieferanten und beschreibt diese Mechanismen nachvollziehbar.
  • Das Unternehmen setzt auf eine Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien, fördert aktiv die Nutzung lokaler erneuerbarer Energiequellen und verlangt eine systematische Risikobewertung der Energie- und Ressourcenabhängigkeit.
  • Das Unternehmen schließt Chemikalien gemäß internationaler Gefahrenlisten (z. B. PAN, SIN) aus, hat sich zur Detox-Verpflichtung oder ähnlichen freiwilligen Regelungen bekannt und überprüft deren Einhaltung aktiv.

Glaub­würdigkeit

Unternehmen Glaubwürdigkeit
  • Das Unternehmen legt alle wesentlichen Struktur- und Geschäftskennzahlen offen.
  • Das Unternehmen verfügt über ein dokumentiertes System zur Erfassung und Verwertung von Retouren und Restbeständen und legt transparent dar, welche Mengen auf diese Weise verwertet werden und welche Verfahren dabei zum Einsatz kommen.
  • Das Unternehmen verfolgt eine umfassende, umsetzungsorientierte Politik zu Menschenrechten und Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette. Es beteiligt sich an relevanten MSI, äußert sich öffentlich, bietet einen hohen Anteil zertifizierter Produkte und setzt konkrete Initiativen um.
  • Das Unternehmen verfügt über einen unabhängigen und öffentlich zugänglichen Beschwerdemechanismus gemäß LkSG. Die Verfahren zu Korrekturmaßnahmen sind dokumentiert. Betroffene erhalten zusätzlich rechtliche Beratung oder Zugangshilfen.
  • Das Unternehmen legt offen, wie es Stakeholder (z. B. Zulieferer, Beschäftigte und lokale Gemeinschaften) einbindet, die Auswirkungen seiner Klimastrategie bewertet und konkrete, lokal wirksame Maßnahmen und Anpassungen umsetzt.
  • Das Unternehmen nutzt ein etabliertes Rückverfolgbarkeitssystem für zertifizierte Produkte, einschließlich Chain-of-Custody-Verfahren. QR-Codes oder ähnliche Mechanismen machen Herkunft und Zertifizierung für Verbraucher*innen nachvollziehbar.
  • Das Unternehmen äußert sich grundsätzlich zur sozialen Dimension des Klimawandels oder nennt erste Maßnahmen, etwa zur Qualifikation oder sozialen Verantwortung. Eine zusammenhängende, öffentlich zugängliche Strategie fehlt jedoch.
Farbschema: