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Müller

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2024/20225):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Müller

Über Müller

Die Müller Handels GmbH & Co. KG ist eine deutsche Drogeriemarktkette mit Hauptsitz in Ulm. Das Unternehmen hat einen Umsatz von ca. 4 Milliarden Euro, mehr als 900 Filialen und ca. 35.000 Beschäftigte. Am 5. März 1953 gründete der Friseur Erwin Franz Müller sein erstes Unternehmen. Im Jahr 1968 wurde eine Filiale mit Drogerie in München und ein Jahr später eine in Karlsruhe eröffnet, fünf Jahre später folgte der erste reine Drogeriemarkt. Das Müller-Sortiment umfasst heute ca. 185.000 Artikel, darunter Drogerieartikel, Lebensmittel, Kleidung, aber auch zahlreiche Spielwaren.

Kategorie: Unternehmen

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Bewertung von Müller

Müller schneidet insgesamt schwach ab. Wesentliche für den Bereich Glaubwürdigkeit wichtige Struktur- und Geschäftskennzahlen werden nicht offengelegt. Im Bereich Ökologie gibt es kein grundsätzliches Verbot von GVOs in der Lieferkette. Im sozialen Bereich zeigt Müller ebenfalls deutliche Schwächen: Es fehlen Anforderungen zur Zahlung existenzsichernder Einkommen/Löhne entlang der Lieferkette und die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen wird lediglich empfohlen.

Soziales

Unternehmen Soziales
  • Das Unternehmen erkennt die Problematik moderner Sklaverei an und nennt erste Maßnahmen, verweist aber nicht auf ILO-Konventionen 29/105 oder relevanteGesetze. Audits und Schulungen werden erwähnt, jedoch nicht bewertet.
  • Das Unternehmen äußert sich allgemein zur Vereinigungsfreiheit und zum Recht auf Kollektivverhandlungen und verweist dabei auf die ILO-Konventionen 87/98. Hinweise zur Umsetzung, zur Tarifbindung und zu Audits sind hingegen vage oder unvollständig.
  • Das Unternehmen verweist lediglich auf die Einhaltung gesetzlicher Mindestlöhne, macht jedoch keine Angaben zu existenzsichernden Löhnen/ Einkommen, Berechnungsmethoden, Maßnahmen oder Monitoringinstrumenten in der Lieferkette.
  • Das Unternehmen macht keine Angaben zur Preisgestaltung. Es bleibt unklar, ob Produzent*innen kostendeckend oder fair entlohnt werden.
  • Das Unternehmen bietet weder Schulungen zu Arbeitsrechten noch Programme zur Arbeitsplatzsicherung oder Umschulung im Kontext der klimafreundlichen Transformation an.

Ökologie

Unternehmen Ökologie
  • Das Unternehmen stellt keine Anforderungen an Gentechnikfreiheit. Weder beim Rohwareneinkauf noch beim Tierfutter wird der Einsatz gentechnisch veränderter Organismen ausgeschlossen oder thematisiert.
  • Das Unternehmen empfiehlt die Diversifizierung des Anbaus oder den Einsatz lokaler/traditioneller Praktiken, hat jedoch keine verbindlichen Anforderungen oder systematisch umgesetzten Maßnahmen.
  • Das Unternehmen hat keine erkennbaren Maßnahmen oder Vorgaben zum Wasserverbrauch in der Lieferkette; Monitoring oder Zielsetzung fehlen.
  • Das Unternehmen erkennt den Wert natürlicher Kohlenstoffsenken an und beteiligt sich an einzelnen Projekten (z.B. Wiederaufforstung), jedoch ohne strategischen Rahmen oder regelmäßige Umsetzung.
  • Es bestehen erste Schritte zur Umstellung auf erneuerbare Energien (z.B. Ökostrombezug oder eigene Solaranlagen), jedoch ohne systematischen Bezug auf lokale Energiequellen oder Risikobewertung.
  • Das Unternehmen nennt zwar den Ausschluss bestimmter gefährlicher Substanzen, beruft sich aber auch auf Drittsiegel, ohne dabei explizit auf internationale Verbotslisten (z.B. PAN, SIN) oder formelle Selbstverpflichtungen Bezug zu nehmen.

Glaub­würdigkeit

Unternehmen Glaubwürdigkeit
  • Das Unternehmen legt keine wesentliche Struktur- und Geschäftskennzahlen offen.
  • Das Unternehmen nennt einzelne Maßnahmen zum Umgang mit Restbeständen und Retouren (z. B. Spenden oder Weiterverwertung), jedoch ohne systematische Steuerung und ohne Transparenz über Umfang und Kriterien beim Umgang mit Lagerüberhängen und Retouren.
  • Das Unternehmen benennt Grundprinzipien und erste Maßnahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards in der Lieferkette. Es beteiligt sich an einzelnen Initiativen oder Zertifizierungen, ohne Umfang oder Wirkung konkret zu benennen.
  • Das Unternehmen verfügt über einen unabhängigen und öffentlich zugänglichen Beschwerdemechanismus gemäß LkSG. Die Verfahren zu Korrekturmaßnahmen sind dokumentiert. Betroffene erhalten zusätzlich rechtliche Beratung oder Zugangshilfen.
  • Das Unternehmen legt offen, dass einzelne Stakeholder in die Auseinandersetzung mit der Klimastrategie einbezogen oder erste Maßnahmen umgesetzt werden, jedoch ohne systematischen Ansatz oder nachweisbare Ergebnisse.
  • Das Unternehmen nennt erste Rückverfolgbarkeitsmaßnahmen oder Zertifizierungssysteme. Es bleibt jedoch unklar, wie umfassend diese eingesetzt werden oder welche Lieferkettenstufen konkret erfasst sind.
  • Das Unternehmen äußert sich grundsätzlich zur sozialen Dimension des Klimawandels oder nennt erste Maßnahmen, etwa zur Qualifikation oder sozialen Verantwortung. Eine zusammenhängende, öffentlich zugängliche Strategie fehlt jedoch.
  • Das Unternehmen macht keine Angaben zu Vorsorge oder Reaktion auf Produktionsausfälle durch Klimakatastrophen oder externe Krisen.
Farbschema: