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Bündnis für Nachhaltige Textilien (Textilbündnis)

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Bündnis für Nachhaltige Textilien (Textilbündnis)

Über Bündnis für Nachhaltige Textilien (Textilbündnis)

Das Textilbündnis wurde im Oktober 2014 als Reaktion auf tödliche Unfälle in Textilfabriken in Bangladesch und Pakistan von Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller gegründet. Die Multi-Stakeholder-Initiative setzt sich aus rund 140 Mitgliedern der Wirtschaft (Unternehmen und Verbände), Nichtregierungsorganisationen (NRO), Gewerkschaften, Standardorganisationen und der Bundesregierung zusammen. Das Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, die Bedingungen in der weltweiten Textilproduktion zu verbessern – von der Rohstoffproduktion bis zur Entsorgung. Dies geschieht durch gemeinsame Projekte vor Ort sowie die individuelle Verantwortung eines jeden Mitglieds.

Kategorie: Kleidung

Bewertung von Bündnis für Nachhaltige Textilien (Textilbündnis)

Positiv zu bewerten sind der Multi-Stakeholder-Ansatz und der Fokus auf die menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten. Die sozialen Kriterien des Textilbündnisses sind teilweise anspruchsvoll, einige Bündnisinitiativen haben Vorbildcharakter, aber die Kriterien sind nicht verpflichtend für alle Mitglieder und daher nur als mittelmäßig einzustufen. Die ökologischen Kriterien sind unzureichend: Es gibt keine strikten Vorgaben, sondern nur Empfehlungen hinsichtlich der Nutzung von Chemikalien oder GVOs. Einige Mitglieder des Bündnisses engagierensich zu dem Themain einer Bündnisinitiative u. a.in Kambodscha.

Soziales

Soziales
  • Die Zahlung eines existenzsichernden Lohnes/Einkommen wird nicht aktiv gefördert.
  • Die Richtlinien gelten für die Beschäftigung von Saisonarbeiter*innen und für Angestellte über Subunternehmen.
  • Lokale Akteur*innen wie Gewerkschaften werden nur unzureichend in das Beschwerdemanagement eingebunden.
  • Schulungen und Weiterbildungsangebote für Arbeiter*innen und Produzent*innen sind verpflichtend.
  • Verantwortungsvolle Einkaufspraktiken sind empfohlen, aber es gibt nur einzelne Maßnahmen zur Förderung der Implementierung.

Ökologie

Ökologie
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise eine Beschränkung von Chemikalien gemäß der Detoxverpflichtung auf verschiedenen Stufen der Lieferkette.
  • Der Standard fordert keine nachhaltige Nutzung von Wasser.
  • Der Standard fordert keine nachhaltige Nutzung von Energie.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Tiergerechtheit.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise, dass GVOs in der Lieferkette nicht angebaut, verarbeitet oder als Tierfutter verwendet werden dürfen. Die Verwendung von GVOs ist unter bestimmten Einschränkungen erlaubt.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen zur Reduzierung und Kompensation von Emissionen klimarelevanter Treibhausgase entlang der Lieferkette.

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Es gibt finanzielle Unterstützung und Beratung für die Umsetzung der Richtlinien.
  • Unternehmen müssen eine menschenrechtlichen Sorgfaltprüfung (Due Diligence) und systematische Risikobewertungen in ihrer Lieferkette durchführen.
  • Die Audits werden von einer unabhängigen, vom System akkreditierten Stelle durchgeführt und basieren auch auf Risikobewertungen.
  • Vertrauliche Interviews mit Arbeiter*innen und Konsultationen mit Interessenvertreter*innen sind ein Bestandteil im Prüfprozess.
  • Es gibt keine öffentliche Rückverfolgung.
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