Labels aus der Kategorie:

Lebensmittel Bekleidung

Labelchecker

Biopark

Zurück
Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Biopark

Über Biopark

Der Biopark-Verband wurde 1991 von Landwirt*innen und Wissenschaftler*innen in Mecklenburg-Vorpommern mit der Absicht gegründet, nachhaltige Landwirtschaft in möglichst geschlossenen Kreisläufen zu fördern. Viele Betriebe bewirtschaften Flächen in Naturschutzgebieten. Im Mittelpunkt der Biopark-Richtlinien stehen als konkrete Ziele Natur- und Umweltschutz, Sicherung und Erhalt von Boden, Luft und Wasser sowie der Schutz der Verbraucher*innen. Die Biopark-Richtlinien basieren auf der EG-Ökoverordnung (EU - Bio), gehen jedoch über sie hinaus. Betriebe müssen komplett nach den Richtlinien umgestellt werden. Aktuell arbeiten ungefähr 500 Landwirtschaftsbetriebe, Verarbeiter*innen und Händler*innen nach den Biopark-Richtlinien.

Kategorie: Lebensmittel

Bewertung von Biopark

Die ökologischen Kriterien stehen im Zentrum und erfüllen hohe Ansprüche. Als Verband vertritt Biopark in erster Linie die Interessen seiner Mitglieder. Der Standard legt umfassende Kriterien zur artgerechten Tierhaltung fest mit einem strikten Verbot von Anbindehaltung in allen Mitgliedsbetrieben und flächengebundener Tierhaltung. Die zertifizierten Betriebe befinden sich vorwiegend in Deutschland. Die Sozialstandards und Glaubwürdigkeit erfüllen nur Mindeststandards. Da Biopark-Betriebe in Deutschland ansässig sind, gelten mindestens die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland. Dies schließt die ILO-Kernarbeitsnormen ein. Auf der Internetseite ist eine Liste der zertifizierten Betriebe und der Kontrollstellen veröffentlicht. Die Produkte sollen einen möglichst direkten Weg zu den Verbraucher*innen nehmen.

Soziales

Soziales
  • Die Richtlinien gelten nicht für die Beschäftigung von Saisonarbeiter*innen.
  • Lokale Akteur*innen wie Gewerkschaften werden nur unzureichend in das Beschwerdemanagement eingebunden.
  • Es gibt Schulungen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz.
  • Verantwortungsvolle Einkaufspraktiken sind empfohlen, aber es gibt nur einzelne Maßnahmen zur Förderung der Implementierung.
  • Der Standard befasst sich mit der Frage des lokalen Wissens und dessen Förderung. Kenntnisse zu Agroforstsystemen, zu Anbauverfahren wie regenerative Landwirtschaft und Permakultur werden berücksichtigt.

Ökologie

Ökologie
  • Der Standard fordert den Schutz bestehender natürlicher Ökosysteme, ihre nachhaltige Nutzung sowie Maßnahmen zu deren Revitalisierung.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien und eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen klimarelevanter Treibhausgase.
  • Der Standard fordert Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes, die auf ökologischen Prinzipien basieren und den Einsatz physikalischer, mechanischer und biologischer Schädlingsbekämpfung gegenüber dem Einsatz von Pestiziden priorisieren.
  • Der Standard fordert das Verbot von Pestiziden, die auf der Internationalen Liste der hochgefährlichen Pestizide von PAN aufgeführt sind.
  • Der Standard schreibt vor, dass GVOs nicht angebaut, verarbeitet oder als Tierfutter verwendet werden dürfen.

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard wird in einem öffentlichen Konsultationsverfahren unter Einbeziehung von unterschiedlichen Interessengruppen geregelt, aktualisiert und weiterentwickelt.
  • Zertifizierungs-/Prüfberichte sind auf Anfrage erhältlich.
  • Die Audits werden von einer unabhängigen, vom System akkreditierten Stelle durchgeführt und basieren auch auf Risikobewertungen.
  • Vertrauliche Interviews mit Arbeiter*innen und Konsultationen mit Interessenvertreter*innen sind kein verpflichtender Bestandteil im Prüfprozess.
Farbschema: