Labels aus der Kategorie:

Lebensmittel Bekleidung

Labelchecker

Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
ASC

Über ASC

Der Aquaculture Stewardship Council (ASC) ist eine gemeinnützige Nachhaltigkeits- und Zertifizierungsorganisation. Das ASC-Zertifizierungsprogramm und -Siegel bezieht sich auf Fisch und Meeresfrüchte aus Zuchtbetrieben (Aquakultur). Weltweit werden jährlich rund zwei Millionen Tonnen Aquakulturfisch mit ASC-Zertifizierung vertrieben. Bislang liegen Standards für zwölf Spezies bzw. Gruppen vor. Der ASC wurde im Jahr 2010 von der NRO World Wide Fund For Nature (WWF) und der Initiative IDH (The Sustainable Trade Initiative) gegründet. Der Hauptsitz von ASC befindet sich in Utrecht, Niederlande.

Kategorie: Lebensmittel

Bewertung von ASC

Eine ausgewogene Vertretung unterschiedlicher Interessengruppen in Entscheidungsgremien ist gewährleistet. ASC zeichnet sich insbesondere durch hohe Transparenz in Bezug auf die Veröffentlichung von Wirksamkeitsberichten aus. Mengenbilanzierung ist verboten und damit ist die Zertifizierung des Labels klar. Die Glaubwürdigkeit ist somit gut, aber in den Bereichen Soziales und Ökologie ist ASC nur mittelmäßig. Der Standard fordert keine existenzsichernden Löhne/Einkommen, setzt sich aber mit lokalem Wissen und Landrechtsfragen auseinander. Treibhausgasemissionen werden nicht konsequent reduziert und GVOs nur teilweise verboten.

Soziales

Soziales
  • Die Zahlung eines existenzsichernden Lohnes/Einkommen wird nicht gefordert.
  • Die Richtlinien gelten für die Beschäftigung von Saisonarbeiter*innen und für Angestellte über Subunternehmen.
  • Lokale Akteur*innen wie Gewerkschaften werden in das Beschwerdemanagement eingebunden.
  • Es gibt Schulungen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz.
  • Verantwortungsvolle Einkaufspraktiken sind empfohlen, aber es gibt nur einzelne Maßnahmen zur Förderung der Implementierung.
  • FPIC (freiwillige, vorherige, und informierte Einverständniserklärung) ist obligatorisch, es gibt Beschwerdemechanismen für Landrechtsfragen, die für die Betroffenen leicht zugänglich sind und von unabhängigen Dritten überwacht werden.
  • Der Standard befasst sich mit der Frage des lokalen Wissens und dessen Förderung. Kenntnisse zu Agroforstsystemen, zu Anbauverfahren wie regenerative Landwirtschaft und Permakultur werden berücksichtigt.

Ökologie

Ökologie
  • Der Standard empfiehlt den Schutz bestehender natürlicher Ökosysteme, ihre nachhaltige Nutzung und Maßnahmen zu deren Revitalisierung.
  • Der Standard fordert keine Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien und der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen.
  • Der Standard fordert keine Maßnahmen zur Reduzierung von Emissionen klimarelevanter Treibhausgase.
  • Der Standard fordert das Verbot von Pestiziden, die auf der Internationalen Liste der hochgefährlichen Pestizide von PAN aufgeführt sind.
  • Der Standard erlaubt unter bestimmten Einschränkungen die Verwendung von GVOs.

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard wird in einem öffentlichen Konsultationsverfahren unter Einbeziehung von unterschiedlichen Interessengruppen geregelt, aktualisiert und weiterentwickelt.
  • Zertifizierungs-/Prüfberichtesind öffentlich.
  • Die Audits werden von einer unabhängigen, vom System akkreditierten Stelle durchgeführt und basieren auch auf Risikobewertungen.
  • Die Arbeitnehmer*innen werden als Teil des Prüfprozess obligatorisch vertraulich befragt, und externe Interessengruppen werden stets konsultiert.
  • Die gesamte Wertschöpfungskette des Endprodukts ist rückverfolgbar vom Anbau, über die Orte der Verarbeitung bis hin zum Verkauf.
Farbschema: