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Rainforest Alliance

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2020/2021):
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= gut
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= unzureichend
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= kein Fokus
Rainforest Alliance

Über Rainforest Alliance

Als Antwort auf die fortschreitende Abholzung des Regenwaldes gründete eine Gruppe Freiwilliger 1986 in New York die Rainforest Alliance. Seit 1990 werden Zertifikate für Forstwirtschaft, Landwirtschaft oder Tourismus vergeben. 1993 unterstützte die Rainforest Alliance die Gründung des Forest Stewardship Councils (FSC), sie ist außerdem Gründungsmitglied der ISEAL Alliance. Die Hauptziele sind der Schutz des Regenwaldes und seiner Biodiversität, die Abschwächung des Klimawandels und die Verringerung der Armut der indigenen Bevölkerung. Heute zertifiziert die Organisation mehr als 1,5 Millionen Bäuerinnen und Bauern, die zusammen mehr als fünf Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche bewirtschaften. RA zertifiziert u. a. Bananen, Kakao, Kaffee, Palmöl, Rindfleisch und Tee. Im Januar 2018 hat sich RA mit UTZ, einem Siegel und Zertifizierungsprogramm für nachhaltige Landwirtschaft aus den Niederlanden, zusammengeschlossen.

Kategorie: Lebensmittel

Bewertung von Rainforest Alliance

Es gibt nicht genügend Instrumente zur Zahlung eines existenzsichernden Lohns und zur Förderung von Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivverhandlungen. Schwerpunkte der Zertifizierung sind die einzelne Ernte oder Plantagen. Die Verantwortung für die Einhaltung der Standards liegt bei den Zulieferunternehmen, nicht bei den Markenfirmen und Händler*innen. Dadurch werden die negativen Auswirkungen der Beschaffungspolitik auf die Arbeitsbedingungen nicht hinreichend berücksichtigt. Das zertifizierte Produkt darf keine GVOs enthalten. Die Umstellung des gesamtes Betriebes ist erst ein Entwicklungskriterium.

Soziales

Soziales
  • Die Zahlung eines existenzsichernden Lohnes/Einkommen wird nicht aktiv gefördert.
  • Die Richtlinien gelten nicht für die Beschäftigung von Saisonarbeiter*innen.
  • Lokale Akteur*innen wie Gewerkschaften werden in das Beschwerdemanagement eingebunden.
  • Es gibt Schulungen zum Thema Sicherheit am Arbeitsplatz.
  • Es werden keine verantwortungsvollen Einkaufspraktiken, keine Mindestpreise, Preisprämien oder Preisgarantien gefordert.
  • FPIC (freiwillige, vorherige, und informierte Einverständniserklärung) ist obligatorisch, es gibt Beschwerdemechanismen für Landrechtsfragen, die für die Betroffenen leicht zugänglich sind und von unabhängigen Dritten überwacht werden.

Ökologie

Ökologie
  • Der Standard fordert den Schutz bestehender natürlicher Ökosysteme, ihre nachhaltige Nutzung sowie Maßnahmen zu deren Revitalisierung.
  • Der Standard fordert umfassende Präventions- und Kontrollmaßnahmen zur Bodenerosion.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen zur Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien und eine nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen.
  • Der Standard empfiehlt oder fordert nur teilweise Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen klimarelevanter Treibhausgase.
  • Der Standard fordert ein umfassendes Abfall- und Abwassermanagement, das auf Reduzierung, Wiederverwendung und Recycling basiert. Abfall und Abwasser werden so behandelt, dass negative Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit vermieden werden.
  • Der Standard fordert Maßnahmen des integrierten Pflanzenschutzes, die auf ökologischen Prinzipien basieren und den Einsatz physikalischer, mechanischer und biologischer Schädlingsbekämpfung gegenüber dem Einsatz von Pestiziden priorisieren.

Glaub­würdigkeit

Glaubwürdigkeit
  • Der Standard wird in einem öffentlichen Konsultationsverfahren unter Einbeziehung von unterschiedlichen Interessengruppen geregelt, aktualisiert und weiterentwickelt.
  • Zertifizierungs-/Prüfberichte sind auf Anfrage erhältlich.
  • Vertrauliche Interviews mit Arbeiter*innen und Konsultationen mit Interessenvertreter*innen sind ein Bestandteil im Prüfprozess.
  • Es gibt eine Rückverfolgung, aber nur für einzelne Stufen in der Lieferkette.
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