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Edeka und Netto (Edeka Gruppe)

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2024/20225):
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Edeka und Netto (Edeka Gruppe)

Über Edeka und Netto (Edeka Gruppe)

Die Edeka-Gruppe wurde 1898 als „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin (E.d.K.)“ gegründet. Heute besteht die genossenschaftliche Struktur mit rund 3.700 selbstständigen Kaufleuten in sieben Regionalgesellschaften fort. Zusammen mit der Edeka-Zentrale in Hamburg bildet sie den Edeka-Verbund. Durch die Übernahme der deutschen Spar-Märkte 2005 und den vollständigen Erwerb der Netto Marken-Discount AG wurde Edeka Marktführer im deutschen Lebensmitteleinzelhandel mit rund 25 % Marktanteil. Heute betreibt die Gruppe bundesweit etwa 11.000 Edeka-Märkte mit 400.000 Mitarbeitenden sowie rund 4.300 Netto-Filialen mit 87.000 Beschäftigten. Zur Edeka-Gruppe gehören heute außerdem die Drogeriemarktkette Budni und der Fruchtsafthersteller Albi.

Internetseite: https://www.edeka.de

Kategorie: Unternehmen

Labeltyp:

Bewertung von Edeka und Netto (Edeka Gruppe)

Der Verhaltenskodex gilt für alle Unternehmen des Verbunds, einschließlich der Tochtergesellschaft Netto. Edeka und Netto setzen mit ihrer WWF-Partnerschaft gezielt auf ökologische Kriterien und erzielen in diesem Bereich gute Ergebnisse. Edeka ist zudem Mitglied mehrerer Brancheninitiativen wie amfori BSCI, Forum Nachhaltiger Kakao und RSPO. Aufgrund der genossenschaftlichen Struktur des Verbunds wird jedoch kein zentraler Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht. Im sozialen Bereich zeigt Edeka Nachholbedarf: Es fehlen umfassende Maßnahmen zur sozialen Absicherung, formale Umschulungsstrategien, eine transparente Preisgestaltung, konkrete Gleichstellungsprogramme sowie ein verantwortungsvoller Umgang mit der eigenen Marktmacht gegenüber Lieferbetrieben und Nischenanbietern.

Soziales

Unternehmen Soziales
  • Das Unternehmen hat eine klar dokumentierte Strategie zur Verhinderung moderner Sklaverei, bewertet Lieferkettenrisiken systematisch, positioniert sich deutlich zu gesetzlichen Anforderungen (z.B. LkSG) und nutzt KPIs zur Wirksamkeitsmessung. Die Ergebnisse werden intern genutzt oder punktuell veröffentlicht.
  • Das Unternehmen bekennt sich zu Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivverhandlungen. Es gibt einzelne Maßnahmen, Angaben zu Audits oder Verstößen bleiben unvollständig.
  • Das Unternehmen bekennt sich zur Zahlung existenzsichernder Löhne/ Einkommen und unterstützt erste Maßnahmen oder Projekte . Eine vertragliche Verpflichtung oder Fortschrittsüberwachung ist nicht erkennbar.
  • Die Bedeutung fairer Preise wird grundsätzlich anerkannt. Es fehlen konkreten Maßnahmen, Preisgrundlagen oder belastbare Hinweise auf stabile Lieferbeziehungen.
  • Das Unternehmen macht keine Angaben zur sozialen Absicherung oder Entschädigung von Beschäftigten im Zusammenhang mit Klimarisiken oder Transformationsprozessen.

Ökologie

Unternehmen Ökologie
  • Das Unternehmen fordert konsequent den Ausschluss von GVO in der gesamten Lieferkette – sowohl bei direkt verarbeiteten Rohstoffen als auch im Tierfutter.
  • Das Unternehmen fördert aktiv die Diversifizierung und den Einsatz lokaler Arten und Produktionsweisen etwa durch Vorgaben, Programme oder gezielte Unterstützung in der Lieferkette. Die Umsetzung ist nachvollziehbar dokumentiert.
  • Das Unternehmen verfolgt eine klare Strategie für wassersparende Nutzung entlang der Lieferkette, dokumentiert den Verbrauch, definiert messbare Ziele und überwacht die Umsetzung über geeignete Indikatoren und Monitoring-Systeme.
  • Das Unternehmen erkennt den Wert natürlicher Kohlenstoffsenken an und beteiligt sich an einzelnen Projekten (z.B. Wiederaufforstung), jedoch ohne strategischen Rahmen oder regelmäßige Umsetzung.
  • Das Unternehmen fördert systematisch die Abfallreduktion, Wiederverwertung und das Recycling sowie den Einsatz von Abwasseraufbereitungssystemen in der Lieferkette. Es benennt konkrete Maßnahmen und dokumentiert diese öffentlich.
  • Das Unternehmen kommuniziert ein klares Ziel zur Reduktion von Treibhausgasemissionen mit konkretem Zeithorizont für die verschiedenen Stufen seiner Lieferkette, ein Monitoring findet statt.
  • Das Unternehmen setzt auf eine Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien, fördert aktiv die Nutzung lokaler erneuerbarer Energiequellen und verlangt eine systematische Risikobewertung der Energie- und Ressourcenabhängigkeit.
  • Das Unternehmen nennt zwar den Ausschluss bestimmter gefährlicher Substanzen, beruft sich aber auch auf Drittsiegel, ohne dabei explizit auf internationale Verbotslisten (z.B. PAN, SIN) oder formelle Selbstverpflichtungen Bezug zu nehmen.

Glaub­würdigkeit

Unternehmen Glaubwürdigkeit
  • Das Unternehmern nennt Basisdaten zur Belegschaft, legt aber zentrale Struktur- und Geschäftskennzahlen nicht offen.
  • Das Unternehmen nennt einzelne Maßnahmen zum Umgang mit Restbeständen und Retouren (z. B. Spenden oder Weiterverwertung), jedoch ohne systematische Steuerung und ohne Transparenz über Umfang und Kriterien beim Umgang mit Lagerüberhängen und Retouren.
  • Das Unternehmen verfolgt eine umfassende, umsetzungsorientierte Politik zu Menschenrechten und Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette. Es beteiligt sich an relevanten MSI, äußert sich öffentlich, bietet einen hohen Anteil zertifizierter Produkte und setzt konkrete Initiativen um.
  • Das Unternehmen verweist auf erste Prüfmaßnahmen oder Zertifizierungen in tieferliegenden Lieferkettenstufen, ohne jedoch konkrete Anteile, Kategorien oder Ergebnisse offenzulegen.
  • Das Unternehmen nennt den Anteil nachhaltiger oder zertifizierter Materialien, benennt verwendete Siegel und weist diesen Anteil auf dem Produkt nachvollziehbar aus. Die Kennzeichnung ist klar, verbraucherfreundlich und systematisch umgesetzt.
  • Das Unternehmen äußert sich grundsätzlich zur sozialen Dimension des Klimawandels oder nennt erste Maßnahmen, etwa zur Qualifikation oder sozialen Verantwortung. Eine zusammenhängende, öffentlich zugängliche Strategie fehlt jedoch.
Farbschema: