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Denns BioMarkt

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2024/20225):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Denns BioMarkt

Über Denns BioMarkt

Die Dennree GmbH wurde 1974 von Thomas Greim zur Vermarktung von Bio-Lebensmitteln gegründet und ist seit 1975 mit der Marke dennree am Markt. Denns BioMarkt entstand 2003 als Tochterunternehmen der Dennree GmbH und betreibt heute über 400 Filialen in Deutschland und Österreich. Das Sortiment umfasst rund 6.000 ausschließlich bio-zertifizierte Lebensmittel und Drogerieartikel, darunter etwa 1.500 Produkte der Eigenmarke dennree sowie bekannte Bio-Marken wie Rapunzel, Voelkel oder Yogi Tea. Seit dem 15. Oktober 2020 bilden Denns BioMärkte gemeinsam mit zahlreichen selbstständigen Biofachgeschäften in Deutschland und Österreich den BioMarkt Verbund. Im Unternehmen arbeiten aktuell etwa 7.700 Mitarbeitende, der Jahresumsatz liegt bei rund 1,3 Milliarden Euro (inkl. Muttergesellschaft Dennree).

Kategorie: Unternehmen

Labeltyp:

Bewertung von Denns BioMarkt

Als reiner Bio-Supermarkt liegt der Fokus des Unternehmens klar auf ökologischen Kriterien – in diesem Bereich schneidet es gut ab. Im sozialen Bereich besteht jedoch deutlicher Nachholbedarf: Die aktuellen Maßnahmen gehen kaum über gesetzliche Mindeststandards hinaus und sind insgesamt schwach. Es sind keine Ansätze erkennbar, die auf eine aktive unternehmerische Auseinandersetzung mit einem sozial gerechten Wandel ( Just Transition) hinweisen.

Soziales

Unternehmen Soziales
  • Das Unternehmen erkennt die Problematik moderner Sklaverei an und nennt erste Maßnahmen, verweist aber nicht auf ILO-Konventionen 29/105 oder relevanteGesetze. Audits und Schulungen werden erwähnt, jedoch nicht bewertet.
  • Das Unternehmen bekennt sich zu Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivverhandlungen. Es gibt einzelne Maßnahmen, Angaben zu Audits oder Verstößen bleiben unvollständig.
  • Das Unternehmen verweist lediglich auf die Einhaltung gesetzlicher Mindestlöhne, macht jedoch keine Angaben zu existenzsichernden Löhnen/ Einkommen, Berechnungsmethoden, Maßnahmen oder Monitoringinstrumenten in der Lieferkette.
  • Die Bedeutung fairer Preise wird grundsätzlich anerkannt. Es fehlen konkreten Maßnahmen, Preisgrundlagen oder belastbare Hinweise auf stabile Lieferbeziehungen.
  • Das Unternehmen unterstützt Schulungen zu Arbeitsrechten und sozialen Anforderungen sowie Maßnahmen zur Arbeitsplatzsicherung im Kontext klimafreundlicher Transformationen (z. B. Weiterbildungs- oder Umschulungsangebote für betroffene Beschäftigte).

Ökologie

Unternehmen Ökologie
  • Das Unternehmen fordert konsequent den Ausschluss von GVO in der gesamten Lieferkette – sowohl bei direkt verarbeiteten Rohstoffen als auch im Tierfutter.
  • Das Unternehmen fördert aktiv die Diversifizierung und den Einsatz lokaler Arten und Produktionsweisen etwa durch Vorgaben, Programme oder gezielte Unterstützung in der Lieferkette. Die Umsetzung ist nachvollziehbar dokumentiert.
  • Das Unternehmen verfolgt eine klare Strategie für wassersparende Nutzung entlang der Lieferkette, dokumentiert den Verbrauch, definiert messbare Ziele und überwacht die Umsetzung über geeignete Indikatoren und Monitoring-Systeme.
  • Das Unternehmen erkennt den Wert natürlicher Kohlenstoffsenken an und beteiligt sich an einzelnen Projekten (z.B. Wiederaufforstung), jedoch ohne strategischen Rahmen oder regelmäßige Umsetzung.
  • Das Unternehmen fördert systematisch die Abfallreduktion, Wiederverwertung und das Recycling sowie den Einsatz von Abwasseraufbereitungssystemen in der Lieferkette. Es benennt konkrete Maßnahmen und dokumentiert diese öffentlich.
  • Das Unternehmen setzt auf eine Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien, fördert aktiv die Nutzung lokaler erneuerbarer Energiequellen und verlangt eine systematische Risikobewertung der Energie- und Ressourcenabhängigkeit.
  • Das Unternehmen schließt Chemikalien gemäß internationaler Gefahrenlisten (z. B. PAN, SIN) aus, hat sich zur Detox-Verpflichtung oder ähnlichen freiwilligen Regelungen bekannt und überprüft deren Einhaltung aktiv.

Glaub­würdigkeit

Unternehmen Glaubwürdigkeit
  • Das Unternehmern nennt Basisdaten zur Belegschaft, legt aber zentrale Struktur- und Geschäftskennzahlen nicht offen.
  • Das Unternehmen verfügt über ein dokumentiertes System zur Erfassung und Verwertung von Retouren und Restbeständen und legt transparent dar, welche Mengen auf diese Weise verwertet werden und welche Verfahren dabei zum Einsatz kommen.
  • Das Unternehmen benennt Grundprinzipien und erste Maßnahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards in der Lieferkette. Es beteiligt sich an einzelnen Initiativen oder Zertifizierungen, ohne Umfang oder Wirkung konkret zu benennen.
  • Das Unternehmen macht keine Angaben zur Zusammenarbeit mit Stakeholdern im Rahmen der Klimastrategie und benennt weder Auswirkungen auf Betroffene noch Maßnahmen zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen.
  • Das Unternehmen nennt erste Rückverfolgbarkeitsmaßnahmen oder Zertifizierungssysteme. Es bleibt jedoch unklar, wie umfassend diese eingesetzt werden oder welche Lieferkettenstufen konkret erfasst sind.
  • Das Unternehmen macht keine Angaben zur sozialen Abfederung seiner Klimastrategie. Eine Just-Transition-Strategie ist nicht erkennbar oder fehlt vollständig.
Farbschema: