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Bio Company

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2024/20225):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Bio Company

Über Bio Company

Bio Company wurde 1999 in Berlin gegründet und ist heute die führende Bio-Supermarktkette in der Metropolregion Berlin-Brandenburg. Das Unternehmen betreibt rund 60 Filialen in Berlin, Brandenburg und Dresden. Der Fokus liegt auf Regionalität, Transparenz und ökologischer Nachhaltigkeit. Bio Company versteht sich als Stadt-Land-Verbindung mit kurzen Transportwegen, partnerschaftlichen Erzeuger*innenbeziehungen und einem Sortiment mit hohem Bio-Verbandsanteil. Das Unternehmen beschäftigt rund 1.500 Mitarbeitende und erwirtschaftete einen Umsatz von rund 201 Millionen Euro. Das Sortiment umfasst etwa 7.000 Produkte, darunter viele Erzeugnisse regionaler Bio-Höfe sowie Produkte der Bio-Anbauverbände (Demeter, Bioland, Naturland).

Kategorie: Unternehmen

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Bewertung von Bio Company

Bio Company erreicht in der Ökologie ein gutes Ergebnis: GVOs sind in der gesamten Lieferkette ausgeschlossen und auch bei Verpackung und dem Einsatz hochgefährlicher Chemikalien gibt es klare Maßnahmen. Im sozialen Bereich ist die Bewertung mangelhaft – es fehlen Forderungen nach existenzsichernden Einkommen/Löhnen und konkrete Maßnahmen zur Gleichstellung in der Lieferkette. In der Glaubwürdigkeit punktet das Unternehmen mit einem verantwortungsvollen Umgang mit überschüssiger Ware, bleibt jedoch bei Transparenz und Kontrolle tieferer Lieferkettenstufen unkonkret.

Soziales

Unternehmen Soziales
  • Das Unternehmen hat eine klar dokumentierte Strategie zur Verhinderung moderner Sklaverei, bewertet Lieferkettenrisiken systematisch, positioniert sich deutlich zu gesetzlichen Anforderungen (z.B. LkSG) und nutzt KPIs zur Wirksamkeitsmessung. Die Ergebnisse werden intern genutzt oder punktuell veröffentlicht.
  • Das Unternehmen äußert sich allgemein zur Vereinigungsfreiheit und zum Recht auf Kollektivverhandlungen und verweist dabei auf die ILO-Konventionen 87/98. Hinweise zur Umsetzung, zur Tarifbindung und zu Audits sind hingegen vage oder unvollständig.
  • Das Unternehmen verweist lediglich auf die Einhaltung gesetzlicher Mindestlöhne, macht jedoch keine Angaben zu existenzsichernden Löhnen/ Einkommen, Berechnungsmethoden, Maßnahmen oder Monitoringinstrumenten in der Lieferkette.
  • Das Unternehmen nennt erste Maßnahmen zur Sicherstellung fairer Preise – etwa durch Fairen Handel regionale Beschaffung oder direkte Partnerschaften. Preisstabilität wird angestrebt, jedoch ohne klar dokumentierte Methoden zur Kalkulation.
  • Das Unternehmen macht keine Angaben zur sozialen Absicherung oder Entschädigung von Beschäftigten im Zusammenhang mit Klimarisiken oder Transformationsprozessen.

Ökologie

Unternehmen Ökologie
  • Das Unternehmen fordert konsequent den Ausschluss von GVO in der gesamten Lieferkette – sowohl bei direkt verarbeiteten Rohstoffen als auch im Tierfutter.
  • Das Unternehmen fördert aktiv die Diversifizierung und den Einsatz lokaler Arten und Produktionsweisen etwa durch Vorgaben, Programme oder gezielte Unterstützung in der Lieferkette. Die Umsetzung ist nachvollziehbar dokumentiert.
  • Es existieren allgemeine Anforderungen an wassersparende Praxis oder erste Projekte in einzelnen Lieferkettenabschnitten.
  • Das Unternehmen erkennt den Wert natürlicher Kohlenstoffsenken an und beteiligt sich an einzelnen Projekten (z.B. Wiederaufforstung), jedoch ohne strategischen Rahmen oder regelmäßige Umsetzung.
  • Das Unternehmen benennt ein allgemeines Ziel zur Reduktion von Treibhausgasen oder berichtet über einzelne Maßnahmen, ohne dabei messbare oder zeitlich definierte Zielvorgaben für den eigenen Betrieb oder die Lieferkette zu nennen.
  • Das Unternehmen schließt Chemikalien gemäß internationaler Gefahrenlisten (z. B. PAN, SIN) aus, hat sich zur Detox-Verpflichtung oder ähnlichen freiwilligen Regelungen bekannt und überprüft deren Einhaltung aktiv.

Glaub­würdigkeit

Unternehmen Glaubwürdigkeit
  • Das Unternehmern nennt Basisdaten zur Belegschaft, legt aber zentrale Struktur- und Geschäftskennzahlen nicht offen.
  • Das Unternehmen verfügt über ein dokumentiertes System zur Erfassung und Verwertung von Retouren und Restbeständen und legt transparent dar, welche Mengen auf diese Weise verwertet werden und welche Verfahren dabei zum Einsatz kommen.
  • Das Unternehmen benennt Grundprinzipien und erste Maßnahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards in der Lieferkette. Es beteiligt sich an einzelnen Initiativen oder Zertifizierungen, ohne Umfang oder Wirkung konkret zu benennen.
  • Das Unternehmen macht keine Angaben zur Zusammenarbeit mit Stakeholdern im Rahmen der Klimastrategie und benennt weder Auswirkungen auf Betroffene noch Maßnahmen zur gemeinsamen Entwicklung von Lösungen.
  • Das Unternehmen nutzt ein etabliertes Rückverfolgbarkeitssystem für zertifizierte Produkte, einschließlich Chain-of-Custody-Verfahren. QR-Codes oder ähnliche Mechanismen machen Herkunft und Zertifizierung für Verbraucher*innen nachvollziehbar.
  • Das Unternehmen äußert sich grundsätzlich zur sozialen Dimension des Klimawandels oder nennt erste Maßnahmen, etwa zur Qualifikation oder sozialen Verantwortung. Eine zusammenhängende, öffentlich zugängliche Strategie fehlt jedoch.
  • Das Unternehmen bietet ausschließlich Bio- oder fair gehandelte Produkte an.
Farbschema: