Labelchecker

Aldi Süd

Zurück
Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2024/20225):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Aldi Süd

Über Aldi Süd

Aldi Süd geht auf einen 1913 in Essen gegründeten Familienbetrieb der Albrechts zurück. 1961 teilten die Brüder Karl und Theo Albrecht das Unternehmen auf – Karl führte fortan Aldi Süd, Theo Aldi Nord. Heute betreibt Aldi Süd in Süd- und Westdeutschland rund 2.000 Filialen mit über 50.000 Beschäftigten. Darüber hinaus ist die Unternehmensgruppe in elf Ländern auf vier Kontinenten mit rund 7.000 Filialen und mehr als 200.000 Beschäftigten vertreten und zählt zu den größten Discountern weltweit. Das Sortiment umfasst etwa 1.800 Basisartikel, die überwiegend Eigenmarkenprodukte sind

Kategorie: Unternehmen

Labeltyp:

Bewertung von Aldi Süd

Aldi Süd engagiert sich für soziale und ökologische Standards, u. a. als Gründungsmitglied der Initiative Tierwohl und Mitglied des RSPO, Forum Nachhaltiger Kakao und amfori BSCI. Schulungen zu Arbeitsrechten und Nachhaltigkeit sind etabliert, systematische Fortschrittsmessungen und Zielquoten fehlen jedoch. Auf ökologischer Ebene setzt das Unternehmen umfassende Maßnahmen zu Biodiversität, Bodenschutz und Klimastrategien um. Aldi Süd stärkt seine Glaubwürdigkeit durch transparente Berichte, klare Standards und Audits. Finanztransparenz und Just-Transition-Maßnahmen werden jedoch bislang noch nicht systematisch umgesetzt.

Soziales

Unternehmen Soziales
  • Das Unternehmen hat eine klar dokumentierte Strategie zur Verhinderung moderner Sklaverei, bewertet Lieferkettenrisiken systematisch, positioniert sich deutlich zu gesetzlichen Anforderungen (z.B. LkSG) und nutzt KPIs zur Wirksamkeitsmessung. Die Ergebnisse werden intern genutzt oder punktuell veröffentlicht.
  • Das Unternehmen bekennt sich zu Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivverhandlungen. Der tariflich abgesicherte Beschäftigtenanteil wird veröffentlicht, Gewerkschaften punktuell in Audits eingebunden und Verstöße dokumentiert. Transparenz besteht teilweise.
  • Das Unternehmen bekennt sich zur Zahlung existenzsichernder Löhne/ Einkommen und unterstützt erste Maßnahmen oder Projekte . Eine vertragliche Verpflichtung oder Fortschrittsüberwachung ist nicht erkennbar.
  • Das Unternehmen nennt erste Maßnahmen zur Sicherstellung fairer Preise – etwa durch Fairen Handel regionale Beschaffung oder direkte Partnerschaften. Preisstabilität wird angestrebt, jedoch ohne klar dokumentierte Methoden zur Kalkulation.
  • Das Unternehmen erkennt soziale Risiken durch Klimawandel oder Transformation an und nennt erste Maßnahmen zur Abfederung. Es fehlen jedoch konkrete Entschädigungsregelungen oder transparente Dokumentation.

Ökologie

Unternehmen Ökologie
  • Das Unternehmen fordert konsequent den Ausschluss von GVO in der gesamten Lieferkette – sowohl bei direkt verarbeiteten Rohstoffen als auch im Tierfutter.
  • Das Unternehmen fördert aktiv die Diversifizierung und den Einsatz lokaler Arten und Produktionsweisen etwa durch Vorgaben, Programme oder gezielte Unterstützung in der Lieferkette. Die Umsetzung ist nachvollziehbar dokumentiert.
  • Das Unternehmen verfolgt eine klare Strategie für wassersparende Nutzung entlang der Lieferkette, dokumentiert den Verbrauch, definiert messbare Ziele und überwacht die Umsetzung über geeignete Indikatoren und Monitoring-Systeme.
  • Das Unternehmen erkennt den Wert natürlicher Kohlenstoffsenken an und beteiligt sich an einzelnen Projekten (z.B. Wiederaufforstung), jedoch ohne strategischen Rahmen oder regelmäßige Umsetzung.
  • Das Unternehmen setzt auf eine Verringerung der Abhängigkeit von nicht-erneuerbaren Energien, fördert aktiv die Nutzung lokaler erneuerbarer Energiequellen und verlangt eine systematische Risikobewertung der Energie- und Ressourcenabhängigkeit.
  • Das Unternehmen schließt Chemikalien gemäß internationaler Gefahrenlisten (z. B. PAN, SIN) aus, hat sich zur Detox-Verpflichtung oder ähnlichen freiwilligen Regelungen bekannt und überprüft deren Einhaltung aktiv.

Glaub­würdigkeit

Unternehmen Glaubwürdigkeit
  • Das Unternehmern nennt Basisdaten zur Belegschaft, legt aber zentrale Struktur- und Geschäftskennzahlen nicht offen.
  • Das Unternehmen verfügt über ein dokumentiertes System zur Erfassung und Verwertung von Retouren und Restbeständen und legt transparent dar, welche Mengen auf diese Weise verwertet werden und welche Verfahren dabei zum Einsatz kommen.
  • Das Unternehmen verfolgt eine umfassende, umsetzungsorientierte Politik zu Menschenrechten und Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette. Es beteiligt sich an relevanten MSI, äußert sich öffentlich, bietet einen hohen Anteil zertifizierter Produkte und setzt konkrete Initiativen um.
  • Das Unternehmen legt offen, wie es Stakeholder (z. B. Zulieferer, Beschäftigte und lokale Gemeinschaften) einbindet, die Auswirkungen seiner Klimastrategie bewertet und konkrete, lokal wirksame Maßnahmen und Anpassungen umsetzt.
  • Das Unternehmen nutzt ein etabliertes Rückverfolgbarkeitssystem für zertifizierte Produkte, einschließlich Chain-of-Custody-Verfahren. QR-Codes oder ähnliche Mechanismen machen Herkunft und Zertifizierung für Verbraucher*innen nachvollziehbar.
  • Das Unternehmen äußert sich grundsätzlich zur sozialen Dimension des Klimawandels oder nennt erste Maßnahmen, etwa zur Qualifikation oder sozialen Verantwortung. Eine zusammenhängende, öffentlich zugängliche Strategie fehlt jedoch.
Farbschema: