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Alnatura

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Skala (Basierend auf einer Untersuchung aus den Jahren 2024/2025):
= anspruchsvoll
= gut
= mittelmäßig
= unzureichend
= mangelhaft
= kein Fokus
Alnatura

Über Alnatura

Alnatura wurde 1984 von Götz Rehn gegründet und ist als GmbH mit Sitz in Darmstadt organisiert. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.700 Angestellte und betreibt über 150 eigene Filialen in Deutschland. Darüber hinaus werden Alnatura-Produkte über den konventionellen Lebensmitteleinzelhandel und über Drogeriemärkte vertrieben. Das Sortiment umfasst mehr als 1.300 ausschließlich biologisch erzeugte Artikel. Die rund 6.000 Bio-Produkte im Sortiment der „Alnatura Super Natur Märkte“ decken die Kategorien Lebensmittel, Babynahrung, Getränke, Kosmetik, Textilien und Haushaltswaren ab. Alle Artikel erfüllen mindestens die Anforderungen der EU-Bio-Verordnung oder die Sortimentsrichtlinien des Bundesverbands Naturkost Naturwaren (BNN) (z. B. bei Textilien/Kosmetik). Viele tragen zusätzliche Bio-Verbandszertifizierungen.

Kategorie: Unternehmen

Labeltyp: Eigenmarken

Bewertung von Alnatura

Alnatura zeigt ein hohes Maß an Transparenz und ernsthaften Anspruch bei der Umsetzung ökologischer Standards, indem auf 100 % Bioanbau gesetzt wird und GVOs konsequent ausgeschlossen werden. Soziale Standards werden jedoch nur über Zertifizierungen abgedeckt. Existenzsichernde Einkommen/Löhne werden nicht gefordert. Eine strukturelle und umfassende Verankerung des Prinzips der Just Transition – insbesondere mit Blick auf soziale Absicherung und Mitbestimmung in ökologischen Transformationsprozessen – fehlt.

Soziales

Unternehmen Soziales
  • Das Unternehmen beschreibt konkrete Maßnahmen gegen moderne Sklaverei, verweist auf ILO 29 & 105 oder geltende Gesetze, führt Risikoanalysen durch und nennt Indikatoren. Die Wirksamkeit wird jedoch nicht regelmäßig ausgewertet oder veröffentlicht.
  • Das Unternehmen bekennt sich zu Vereinigungsfreiheit und dem Recht auf Kollektivverhandlungen. Es gibt einzelne Maßnahmen, Angaben zu Audits oder Verstößen bleiben unvollständig.
  • Das Unternehmen verweist lediglich auf die Einhaltung gesetzlicher Mindestlöhne, macht jedoch keine Angaben zu existenzsichernden Löhnen/ Einkommen, Berechnungsmethoden, Maßnahmen oder Monitoringinstrumenten in der Lieferkette.
  • Das Unternehmen fördert kurze Lieferketten und langfristige Lieferbeziehungen. Teilweise werden stabile Preise garantiert und Instrumente zur Preisermittlung genutzt. Die Maßnahmen sind nicht systematisch dokumentiert oder veröffentlicht.
  • Das Unternehmen erkennt soziale Risiken durch Klimawandel oder Transformation an und nennt erste Maßnahmen zur Abfederung. Es fehlen jedoch konkrete Entschädigungsregelungen oder transparente Dokumentation.

Ökologie

Unternehmen Ökologie
  • Das Unternehmen fordert konsequent den Ausschluss von GVO in der gesamten Lieferkette – sowohl bei direkt verarbeiteten Rohstoffen als auch im Tierfutter.
  • Das Unternehmen fördert aktiv die Diversifizierung und den Einsatz lokaler Arten und Produktionsweisen etwa durch Vorgaben, Programme oder gezielte Unterstützung in der Lieferkette. Die Umsetzung ist nachvollziehbar dokumentiert.
  • Das Unternehmen verfolgt eine klare Strategie für wassersparende Nutzung entlang der Lieferkette, dokumentiert den Verbrauch, definiert messbare Ziele und überwacht die Umsetzung über geeignete Indikatoren und Monitoring-Systeme.
  • Das Unternehmen setzt regelmäßig Maßnahmen zur Förderung natürlicher Kohlenstoffsenken um, jedoch noch nicht vollständig strategisch verankert oder umfassend dokumentiert.
  • Das Unternehmen schließt Chemikalien gemäß internationaler Gefahrenlisten (z. B. PAN, SIN) aus, hat sich zur Detox-Verpflichtung oder ähnlichen freiwilligen Regelungen bekannt und überprüft deren Einhaltung aktiv.

Glaub­würdigkeit

Unternehmen Glaubwürdigkeit
  • Das Unternehmen legt alle wesentlichen Struktur- und Geschäftskennzahlen offen.
  • Das Unternehmen verfügt über ein dokumentiertes System zur Erfassung und Verwertung von Retouren und Restbeständen und legt transparent dar, welche Mengen auf diese Weise verwertet werden und welche Verfahren dabei zum Einsatz kommen.
  • Das Unternehmen verfolgt eine umfassende, umsetzungsorientierte Politik zu Menschenrechten und Umweltstandards entlang der gesamten Lieferkette. Es beteiligt sich an relevanten MSI, äußert sich öffentlich, bietet einen hohen Anteil zertifizierter Produkte und setzt konkrete Initiativen um.
  • Das Unternehmen nutzt ein etabliertes Rückverfolgbarkeitssystem für zertifizierte Produkte, einschließlich Chain-of-Custody-Verfahren. QR-Codes oder ähnliche Mechanismen machen Herkunft und Zertifizierung für Verbraucher*innen nachvollziehbar.
  • Das Unternehmen äußert sich grundsätzlich zur sozialen Dimension des Klimawandels oder nennt erste Maßnahmen, etwa zur Qualifikation oder sozialen Verantwortung. Eine zusammenhängende, öffentlich zugängliche Strategie fehlt jedoch.
Farbschema: